Pressespiegel zum Protestgeschehen am 25. November

– Neues Deutschland: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1071326.neue-rechte-in-leipzig-vermieter-droht-compact-konferenz-mit-klage.html

– Tag24: https://www.tag24.de/nachrichten/leipzig-compact-konferenz-alte-messe-eventpalast-chef-nocompact-empfehlung-gegner-spende384561-384561

– Demobeobachtungsgruppe: https://demobeobachtung.noblogs.org/post/2017/11/25/pressemitteilung-zum-protest-gegen-die-compact-konferenz-am-25-11-2017-in-leipzig/

– Spiegel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/compact-treffen-in-leipzig-skinheads-und-biedere-ehepaare-a-1180337.html

– Zeit: http://www.zeit.de/amp/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/compact-konferenz-leipzig-vermieter-veranstalter-rechtspopulismus

– LVZ: http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Kritik-an-Polizei-nach-Compact-Konferenz-700-Beamte-in-Leipzig-im-Einsatz

– LVZ: http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Provokationen-und-Proteste-bei-Compact-Konferenz-in-Leipzig

-Jungle World: https://jungle.world/artikel/2017/48/voelkische-im-volkspalast

– Leipziger Interner-Zeitung: https://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2017/11/250-Menschen-demonstrieren-gegen-%E2%80%9ECompact%E2%80%9C-198564

– Sächsische Zeitung: http://www.sz-online.de/sachsen/protest-gegen-compact-konferenz-3825426.html

 

Pressemitteilung 25. November: Eine Nachbetrachtung der Proteste gegen die Compact-Konferenz am 25. November

Am 25. November fand in Leipzig die Compact-Konferenz statt zu der das Who ist Who der Neuen Rechten, wie der Identitären-Chef Martin Sellner, die AfD-Abgeordneten Björn Höcke und Martin Reichard, Pegida-Chef Lutz Bachmann, der rechte Betriebsrat Oliver Hilburger und natürlich der Compact-Chefredakteur Jürgen Elsässer anreisten. Zu den Referenten und dem Magazin berichtete das Bündnis im Vorfeld.1

Dem Aufruf des breiten Bündnisses folgten trotz Kälte und Dauerregen nach Angaben von Ordnungsamt und Polizei über 300 Menschen. Sie zogen vom Hauptbahnhof über die Prager Straße zum Eventpalast auf der Alten Messe. Dazu Steven Hummel, Sprecher des Aktionsnetzwerks NoCompact: “Auch wenn uns der Ort erst einen Tag zuvor bekannt wurde und das Wetter wenig demofreundlich war, konnten die Proteste effektiv die Anreise der Konferenzteilnehmer*innen begleiten und den Beginn der Konferenz verzögern. Außerdem ist es uns gelungen, maximale Aufmerksamkeit auf dieses rechte Vernetzungstreffen zu lenken und die Öffentlichkeit zu senibilisieren. Wir hoffen auf folgende intensivere Auseinandersetzung mit diesem Thema. “

Die Polizei reagierte trotz einer Präsenz vor Ort mit 700 Beamt*innen, was einer eins zu zwei Betreuung gleichkam, äußerst repressiv. Sie führte grundlos massiv verdachtsunabhängige Personenkontrollen durch und filmte bei jeder Gelegenheit den Protest ab. Wir werden uns mit diesem Einsatz noch weiter beschäftigen und auf Auswertung drängen.

“Der Vermieter des Eventpalastes, welcher im Vorfeld erklärte von Elsässer getäuscht worden zu sein, hat leider unser Angebot, ein NoCompact-Banner am Gebäude anzubringen, nicht angenommen. Da er ankündigte, die Einnahmen spenden zu wollen, empfehlen wir eine Spende an die Seenotrettung Mission Lifeline 2. Damit würde mit dem Geld der rechten Hetzakteure, den vom Hass dieser selbsternannten Abendlandretter besonders Betroffenen echte Hilfe zuteil,” erklärt Irena Rudolph-Kokot, ebenfalls Sprecherin des Bündnisses abschließend.

1 https://www.nocompact.de/

2 https://mission-lifeline.de/

Aktionskarte

Wir haben eine Aktionskarte für den Protest gegen die Compact-Konferenz morgen erstellt. Diese könnt ihr hier herunterladen. Wenn ihr die Karte selbst ausdruckt macht dies am besten doppelseitig. Die Karte in ausgedruckter Form wird morgen auch in ausreichender Stückzahl bei der Demonstration verteilt werden.

Eventpalast distanziert sich von Compact-Konferenz

Der Eventpalast, also der Veranstaltungsort der diesjährigen Compact-Konferenz, hat sich in einer Erklärung von der Konferenz distanziert. In der Erklärung heißt es, dass der Vermieter erst heute erfahren habe um welche um welche Art von Veranstaltung es sich handle, da die Einmietung unter einem falschen Namen und der Vortäuschung falscher Tatsachen erfolgte. Besonders interessant ist in der Erklärung der Satz “Sollte es zu einer Demonstration kommen werden wir mit den Demonstranten kooperieren”. Wir freuen uns über diese Ankündigung denn wir werden morgen vor Ort sein und die Konferenz stören, erschweren, verhindern!

Aktuelle Infos zum Protestgeschehen [24.11., 16 Uhr]

Wie bereits veröffentlicht, findet die Compact-Konferenz im Eventpalast (Puschstraße 10, 04103 Leipzig) auf der Alten Messe statt. Unser Ziel ist nach wie vor die Konferenz zu stören, zu erschweren und zu verhindern! Wir treffen uns daher 9 Uhr am Kleinen Willy-Brandt-Platz und laufen kurz darauf zum Veranstaltungsort. Die Demonstrationsroute verläuft auf folgenden Straßen: Kleiner Willy-Brandt-Platz, Richard-Wagner-Straße, Goethestraße, Augustusplatz, Johannisplatz, Prager Straße, Alte Messe. Die Demonstration endet direkt vor dem Veranstaltungsort, sodass Protest in Hör- und Sichtweise möglich ist. Neben der Demonstration zu Fuß gibt es ebenfalls eine Demo mit Fahrrädern. Diese startet ebenfalls 9 Uhr am kleinen Willy-Brandt-Platz.

Eine Aktionskarte gibt’s später noch.

Informationen morgen:

  • Twitter: www.twitter.com/antifa_le
  • Ticker: aktionsticker.org
  • Hashtags: #le2511 #nocompact
  • Infotelefon (ab 9 Uhr erreichbar): 0171 / 29 60 366
  • Ermittlungsausschuss (EA, ab 9 Uhr erreichbar): 0351 / 89 96 04 56

23. November: Veranstaltung mit Jutta Ditfurth

18:30 Uhr Einlass, 19:00 Beginn Werk II Halle A (Kochstraße 132, 04277 Leipzig)

Anlässlich des dieses Jahr in Leipzig stattfindenden Kongresses des Querfront-Magazins Compact wird die Publizistin Jutta Ditfurth zu Querfront-Strategien der neuen Rechten und deren  Antisemitismus sprechen. Dabei soll es vor allem auch um deren Chefredakteur Jürgen Elsässer gehen, der früher selbst einmal als Stichwortgeber der Linken galt und mit dem sie sich seit 2014 im Rechtsstreit befindet.

Eine Veranstaltung der Antifa Klein-Paris

Zum Stand der Protestplanung

In wenigen Tagen findet die Compact-Konferenz in Leipzig statt. Die schlechte Nachricht zuerst: wir wissen noch nicht wo diese stattfinden wird. Die Organisator*innen halten dies – auch ihren eigenen Besucher*innen gegenüber – geheim. Die gute Nachricht: wir werden die Info zum Veranstaltungsort am Freitag bekommen und dann auch hier veröffentlichen. Für euch heißt dies: sich am Freitag nochmal informieren und mit Freund*innen absprechen.

Auf unserer Homepage findet ihr dann ab Freitag (gegen 17 Uhr):

  • Information zum Veranstaltungsort
  • Aktionskarte

Bisher können wir euch schon folgende Informationskanäle für Samstag nennen:

  • Twitter: www.twitter.com/antifa_le
  • Ticker: aktionsticker.org
  • Hashtags: #le2511 #nocompact
  • Infotelefon (ab 9 Uhr erreichbar): 0171 / 29 60 366
  • Ermittlungsausschuss (EA, ab 9 Uhr erreichbar): 0351 / 89 96 04 56

Am Tag selbst haben wir 9 Uhr eine Kundgebung am kleinen Willy-Brandt-Platz angemeldet. Diese dient als erster Anlaufpunkt. Von dort aus erreichen wir alle in Frage kommenden Veranstaltungsorte.

Die Compact-Konferenz beginnt 12.30 Uhr, Einlass ist ab 11.30 Uhr. Es ist davon auszugehen, dass die Teilnehmenden deutsche Pünktlichkeit walten lassen und zeitig da sein werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass alle Menschen bereits ab 9 Uhr auf der Straße sind. Schließlich wollen wir die Compact-Konferenz stören, erschweren, verhindern!

#Wusstetihrschon? “Aufstand der Sachsen” als Schwerpunkt-Thema der aktuellen Compact

In der aktuellen Ausgabe der Compact gibt es ein Schwerpunkt-Thema – den “Aufstand der Sachsen”. Was damit gemeint ist wird durch einen Blick auf die Autoren und die fort vertretenen Inhalte schnell klar.

Im Interview mit dem CDU-Abgeordneten Alexander Krauß (seit 2004 MdL, seit 2017 MdB) will dieser in Zukunft darüber nachdenken, was man beim Thema Asyl anders machen kann. Er führt weiter aus: “Ich sage ganz klar: 2015 war ein Fehler – als humanitäre Geste gut gemeint, aber dann ein Dammbruch.” Bezüglich des vor kurzem noch in den Jemaika-Verhandlungen strittigen Punktes der Familiennachzugs ist er überzeugt, dass die Union da hart bleiben und sagen müsse “Es gibt keinen Familiennachzug.”

Bert Wawrzinek, ein Dresdener Antiquar, beschreibt die Tradition des Freistaates Sachsen im Bezug auf seperatistische Bestrebungen welchen er sympathisierend gegenübersteht. So kommentiert er die Forderung von Tatjana Festerling von der Pegida-Bühne im Oktober 2015 nach einem Säxit mit folgenden Worten: “Obgleich mehr rhetorische Provokation wurde damit deutlich, dass die Sachsen, die 1989 mit dem Schlachtruf “Wir sind das Volk” Mauer und Diktatur zum Einsturz gebracht hatten, 26 Jahre später selbstbewusst genug waren, jene Mauer symbolisch zurückzufordern, um sich gegen illegale Migration und deren Befürworter zu wappnen. Auch die radikale Linke, die Antifa, forderte damals den “Säxit” – freilich andersrum: Die widerspenstigen Sachsen müssten aus der multikulturell gedachten BRD herausgeworfen werden.”

Prinzipiell versuchten die Beiträge alle an eine vermeintliche “jahrhundertelange rebellische Tradition” anzuknüpfen. Das sich dabei auf reaktionäre Gesellschaftsentwürfen und Rassismus gezogen wird ist kein Versehen sondern Absicht. Solche und ähnliche Positionen werden auch auf der Compact-Konferenz vertreteten und verbreitet. Daher: Compact-Konferenz – stören, erschweren, verhindern!