Pressemitteilung 03. November: Offener Brief an mögliche Tagungsorte der Compact-Konferenz

Das Bündnis NoCompact will die für den 25. November angekündigte Konferenz des rechten Magazins Compact nicht unbeantwortet lassen. Laut den Organisator*innen laufen die Vorbereitungen des Gegenprotestes auf Hochtouren.

Compact versteht sich nach Einschätzungen des Bündnisses als Kontrapunkt in einer angeblich „gleichgeschalteten“ Medienlandschaft von „Einheitsmedien“. Nach Sprecherin Irena Rudolph-Kokot kommen dabei diverse menschenverachtende Einstellungen zusammen: „Das Compact-Magazin hetzt regelmäßig gegen alles und jeden, welcher nicht in ihr Weltbild passt. Betroffen sind dabei sowohl Queer und die vermeintliche „Homo-Lobby“, Journalist*innen, welche nicht im Sinne von Compact berichten und natürlich der Islam.“ Steven Hummel, ebenfalls Sprecher des Bündnisses ergänzt: „Antisemitismus und Rassismus sind zwei wesentliche Stützpfeiler der inhaltlichen Ausrichtung des Magazins. So werden nach Deutschland kommende Geflüchtete und das Grundrecht auf Asyl pauschalisierend abgelehnt. Geflüchteten wird per se unterstellt kriminell und sexuell übergriffig zu sein. Dieser Hetze stellen wir uns als Bündnis entschieden entgegen.“

Ein erster Schritt zur öffentlichen Auseinandersetzung mit der Zeitschrift Compact und der stattfindenden Konferenz sei ein Offener Brief an mögliche Tagungsorte der Konferenz. Dazu Hummel: „Wir wollen mit dem Offenen Brief, welchen wir an die möglichen Tagungsorte in Leipzig gesendet haben, die Besitzer*innen und Vermieter*innen zuallererst informieren. Wir hoffen weiterhin, dass die Konferenz dadurch ihre Räumlichkeiten verliert.“ Rudolph-Kokot erklärt abschließend: „Die jährlich stattfindende Konferenz dient vor allem der Vernetzung und dem Austausch verschiedenster rechter Akteure. Dies können wir nicht unwidersprochen lassen. Wir rufen die in Frage kommenden Tagungsorte dazu auf ihre Räumlichkeiten nicht für eine Konferenz herzugeben, bei welcher maßgeblich gegen Minderheiten und Pluralismus gehetzt wird.“

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