Aufruf gegen die Compact-Konferenz 2017 mitzeichnen

Aktuell 52 Unterschriften für den Aufruf (Kurzversion)

Am 25.11. soll in oder in der Nähe von Leipzig die 6. Compact-Konferenz für Souveränität unter dem Titel „Opposition heißt Widerstand“ stattfinden. Der undefinierte Begriff der „Souveränität“ meint alles, wonach sich die Rechte sehnt: mehr Nationalismus und weniger EU, mehr „wir hier unten“ und weniger „die da oben“, und überhaupt sei Deutschland kein eigenständiger Staat. Deshalb geht es bei der Konferenz vor allem um die Vernetzung verschiedenster parlamentarischer und außerparlamentarischer rechter Akteure: Das von Jürgen Elsässer herausgegebene Compact-Magazin gilt als Sprachrohr für Pegida, die Identitäre Bewegung, die AfD und andere, internationale Rechtsaußen-Politiker*innen, Verschwörungstheoretiker*innen, Querfrontler*innen und Putin-Versteher*innen.

Zusammen halten sie sich für die „wahre Opposition“: von Linkspartei bis CSU sind alle „dem Volk“ und Deutschland feindlich gesonnen und arbeiten durch Gleichstellungspolitik, Bildungspläne, Einwanderungspolitik und „Lügenpresse“ an deren Untergang. Deswegen können sich die Anwesenden allzeit als Tabubrecher*innen gegen die politische Korrektheit und als Opfer eines vermeintlich anti-deutschen Establishments darstellen: in feinster „Das-wird-man-ja-noch-sagen-dürfen“-Manier bedient die Compact jedes menschenverachtende Ressentiment.

Für die versammelte braune Soße ist die Konsequenz daraus ein neu zu bildender Widerstand, als dessen Anführer sich die Redner Sellner, Bachmann und Co. darstellen. Sie alle haben sich im Rahmen der voranschreitenden autoritären Formierung der deutschen Gesellschaft einen Namen gemacht. Gegen diese Entwicklung treten wir als Bündnis entschieden ein.