#Wusstetihrschon? “Aufstand der Sachsen” als Schwerpunkt-Thema der aktuellen Compact

In der aktuellen Ausgabe der Compact gibt es ein Schwerpunkt-Thema – den “Aufstand der Sachsen”. Was damit gemeint ist wird durch einen Blick auf die Autoren und die fort vertretenen Inhalte schnell klar.

Im Interview mit dem CDU-Abgeordneten Alexander Krauß (seit 2004 MdL, seit 2017 MdB) will dieser in Zukunft darüber nachdenken, was man beim Thema Asyl anders machen kann. Er führt weiter aus: “Ich sage ganz klar: 2015 war ein Fehler – als humanitäre Geste gut gemeint, aber dann ein Dammbruch.” Bezüglich des vor kurzem noch in den Jemaika-Verhandlungen strittigen Punktes der Familiennachzugs ist er überzeugt, dass die Union da hart bleiben und sagen müsse “Es gibt keinen Familiennachzug.”

Bert Wawrzinek, ein Dresdener Antiquar, beschreibt die Tradition des Freistaates Sachsen im Bezug auf seperatistische Bestrebungen welchen er sympathisierend gegenübersteht. So kommentiert er die Forderung von Tatjana Festerling von der Pegida-Bühne im Oktober 2015 nach einem Säxit mit folgenden Worten: “Obgleich mehr rhetorische Provokation wurde damit deutlich, dass die Sachsen, die 1989 mit dem Schlachtruf “Wir sind das Volk” Mauer und Diktatur zum Einsturz gebracht hatten, 26 Jahre später selbstbewusst genug waren, jene Mauer symbolisch zurückzufordern, um sich gegen illegale Migration und deren Befürworter zu wappnen. Auch die radikale Linke, die Antifa, forderte damals den “Säxit” – freilich andersrum: Die widerspenstigen Sachsen müssten aus der multikulturell gedachten BRD herausgeworfen werden.”

Prinzipiell versuchten die Beiträge alle an eine vermeintliche “jahrhundertelange rebellische Tradition” anzuknüpfen. Das sich dabei auf reaktionäre Gesellschaftsentwürfen und Rassismus gezogen wird ist kein Versehen sondern Absicht. Solche und ähnliche Positionen werden auch auf der Compact-Konferenz vertreteten und verbreitet. Daher: Compact-Konferenz – stören, erschweren, verhindern!

20./21. November: Infoveranstaltungen zu Compact und den geplanten Gegenprotesten

Was ist eigentlich das Compact-Magazin? Was steckt hinter dem Untertitel “Magazin für Souveränität”? Welche Ideologien werden durch die Zeitschrift verbreitet? Diesen und anderen Fragen wollen wir uns ebenso wie dem aktuellen Stand der Planung der Gegenproteste widmen.

20.11., 19:00 Uhr, Zu Spät (Kippenbergstraße 28, 04317 Leipzig)

21.11., 19:00 Uhr, Interim (Demmeringstraße 32, 04177 Leipzig)

#Wusstetihrschon? Alexander Gauland in der Compact & Höcke auf der Compact-Konferenz

In der aktuellen Ausgabe der Compact ist ein Beitrag von Alexander Gauland enthalten. In diesem geht es v.a. ums konservativ sein. Angeblich hätte die Wirtschaft früher die konservativen Kräfte in der Gesellschaft gebraucht und hat dies aber in der aktuellen Globalisierung nicht mehr nötig. Stattdessen würden Multikulti und Egalität propagiert – klar das Gauland dies negativ bewertet und lieber zurück zu einer ethnisch-homogenen Gemeinschaft möchte, welche es so nie gegeben hat. Sei Kommentar zum deutschen Fußballnationalspieler Jérôme Boateng machte dies bereits in der Vergangenheit deutlich.

In der Compact wird immer wieder ein enger Schulterschluss mit dem rechten Flügel der AfD deutlich, so auch auf der Konferenz: Hier wird zwar nicht Alexander Gauland sprechen, dafür aber Bernd Höcke und Martin Reichhardt (MdB). Letzterer gehört ebenfalls zum völkischen Flügel und setze sich als Wunschkandidat des Landesvorsitzenden Andre Poggenburg (Sachsen-Anhalt) gegen zwei Mitbewerber für den Listenplatz eins der Landesliste zur Bundestagswahl durch. Mit eben diesen Menschen im Bundestag wird sich das gesellschaftliche Klima noch weiter verschärfen und nach rechts verschieben.

Deshalb: Compact-Konferenz – stören, erschweren, verhindern!

#Wusstetihrschon? Martin Sellner auf der Compact-Konferenz

In der aktuellen Ausgabe der Compact ist eine Kolumne von Martin Sellner enthalten. Der Chef der Identitären (Bewegung) Österreich spricht in dieser von einem gesellschaftlichen Klima was sich aufgrund der Vorarbeit “patriotischer Kräfte” radikal geändert hat und nun bei der Nationalratswahl am 15. Oktober in Österreich “geerntet” werden kann. Was er damit meint ist die Vorbereitung der Koalition zwischen ÖVP und FPÖ. Was aus dieser folgen wird sollte klar sein: eine Verschiebung der politischen Themen nach rechts und z.B. die Einschränkung des Asylrechts. Grundlegend geht es Sellner um tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen: “die das Meinungsklima irgendwann schlagartig zum Kippen bringen.”

Sellner wird auf der Compact-Konferenz mit Lutz Bachmann über “die nächsten Aufgaben der außerparlamentarischen Bewegung” diskutieren. Was dabei rauskommt können wir uns denken – rassistische Hetze, völkisches Geschwurbel und viel Narzissmus. Deshalb: Compact-Konferenz – stören, erschweren, verhindern!

Hintergrundinfos zu Martin Sellner gibt es z.B. bei Zeit Campus.

Aktiv gegen Compact: Spaziergang im Leipziger Süden

Wie bereits in der vergangenen Wochen haben wir am heutigen Donnerstag einen Stadtteilspaziergang zum Thema Compact durchgeführt – diesmal im Leipziger Süden. Ziel des Spaziergangs war es mit Ladenbesitzer*innen und Verkäufer*innen ins Gespräch zu kommen. Oftmals wissen diese gar nicht um was für eine Zeitschrift es sich eigentlich handelt. Optimalerweise führt ein solches Gespräch dazu, dass die Zeitschrift nicht mehr verkauft wird.

Ihr habt auch Lust in dieser Form aktiv zu werden? Auf unserer Homepage haben wir einen Leitfaden sowie ein Handout für Ladenbesitzer*innen erstellt, welches gerne genutzt werden kann.

Pressemitteilung 14. November: Aktionsbündnis NoCompact veröffentlich erste Informationen zu Protesten gegen Compact-Konferenz am 25. November

Am 25. November findet in Leipzig die Compact-Konferenz statt. Compact ist ein seit 2010 monatlich erscheinendes Magazin, welches als Querfront-Projekt gestartet wurde und inzwischen als medialer Arm von Pegida über die Alternative für Deutschland (AfD) bis zu den Identitären gilt.

Dazu Steven Hummel, Sprecher vom Aktionsnetzwerk NoCompact: „Auf der Konferenz mit dem Titel „Opposition heißt Widerstand“ spricht die Creme de la Creme der rechten Bewegung: Die AfD-Abgeordneten Björn Höcke und Martin Reichardt, Pegida-Chef Lutz Bachmann, Identitären-Chef Martin Sellner, der rechte Betriebsrat Oliver Hilburger und natürlich der Compact-Chefredakteur Jürgen Elsässer. Das Zusammentreffen dieser Menschenfeinde wollen wir natürlich nicht unkommentiert lassen und rufen dazu auf die Konferenz zu stören, zu erschweren und zu verhindern. Wir sind solidarisch mit allen Menschen, welche unser Anliegen teilen.“

Aktuell ist dem Aktionsbündnis der Ort der Konferenz noch nicht bekannt. Die Organisator*innen rufen daher zu einer zentralen Kundgebung am Hauptbahnhof auf. Dazu Irena Rudolph-Kokot, ebenfalls Sprecherin des Bündnisses: „Wir rufen alle Menschen welche die Compact-Konferenz nicht unwidersprochen stehen lassen wollen dazu auf sich an den Protesten zu beteiligen. Die Auftaktkundgebung beginnt am Samstag dem 25.11. bereits 9 Uhr auf dem kleinen Willy-Brandt-Platz. Diese Kundgebung dient als erster Anlaufpunkt. Sobald weitere Informationen zum Ort der Veranstaltung bekannt sind werden wir diese veröffentlichen um Protest vor Ort zu ermöglichen.“

15. November Vortrag: Die Neue Rechte und Compact

19:00 Uhr, Universität Leipzig, genauer Ort folgt

Im Programm der Compact-Konferenz sind RednerInnen eines breiten Spektrums rechter parlamentarischer und außerparlamentarischer Organisationen angekündigt. Insgesamt ist die gesamte rechte Szene ist in den letzten Jahren deutlich unübersichtlicher geworden. Präsenter sind dabei die sogenannten “Neuen Rechten”, welche mit elitärem Habitus und durch bisher – für rechte Organisationen – ungewöhnliche Aktionen auf sich aufmerksam machen. Auch sind sie nicht immer sofort als Rechte erkennbar. Wir wollen in einem Vortrag erläutern, was und wer eigentlich diese “Neuen Rechten” sind.

Eines der wichtigsten Medien in dieser Szene, aber auch darüber hinaus ist das Compact-Magazin. Diesem wollen wir uns vor dem Hintergrund der bevorstehenden Konferenz nochmal besonders widmen. Welche Inhalte werden in der Zeitschrift transportiert? Wie wirkt sich die Zeitschrift und ihre Veranstaltungen auf die rechte Szene aus? Im Anschluss wird Zeit für Nachfragen und Diskussionen sein.

Eine Veranstaltung von chronik.LE in Kooperation mit dem Referat für Antirassismus des Stura der Universität Leipzig

Erste Infos zu den Protesten am 25. November

Der Tag der Compact-Konferenz rückt immer näher. Daher wollen wir euch an dieser Stelle mit ersten Infos zur Protestplanung am Tag versorgen.

Ort der Konferenz

Aktuell ist uns nicht bekannt wo die Konferenz stattfinden wird. Der Ort wird von den Organisatoren geheim gehalten.Wir haben als ersten Anlaufpunkt eine Kundgebung am Kleinen Willy-Brandt-Platz (gegenüber Hauptbahnhof Westseite) angemeldet. Wir rufen dazu auf um 9 Uhr bereits vor Ort zu sein.

Ziel des Protestes

Unser Ziel für den Tag haben wir bereits im Aufruf formuliert: “Compact-Konferenz – stören, erschweren, verhindern!”. Daran werden wir auch am Tag selbst festhalten. Wir sind dabei solidarisch mit allen die unser Anliegen teilen.

Informationen am Tag

Informationen am Tag wird es über verschiedene Kanäle (Twitter, Ticker, Infotelefon) geben. Eine vollständige Auflistung findet ihr später hier. Nutzt bis zur Konferenz gerne schon unsere Hashtags #le2511 und #nocompact.

Aktiv gegen Compact: Spaziergang im Leipziger Osten

Die Zeitschrift Compact wird in vielen Läden verkauft. Oftmals wissen die Ladenbesitzer*innen und Verkäufer*innen dabei gar um was für eine Zeitschrift es sich eigentlich handelt. Aus diesem Grund haben wir am Donnerstag dem 08. November einen Spaziergang durch den Leipziger Osten gemacht und sind mit einigen Verkäufer*innen und Ladenbesitzer*innen ins Gespräch gekommen. Ihr habt auch Lust in dieser Form aktiv zu werden? Auf unserer Homepage haben wir einen Leitfaden sowie ein Handout für Ladenbesitzer*innen erstellt, welches gerne genutzt werden kann.

 

09. November: Vortrag “Zur Relevanz des Antisemitismus bei Compact”

19.00 Uhr Frauenkultur Leipzig (Windscheidstr. 51, 04277 Leipzig)

Ende November plant das rechtspopulistische Magazin “Compact” unter der Vorherrschaft des ehemaligen linken Polit-Aktivisten und nun rechtslastigem Autor, AFD-Fan sowie Verschwörungstheoretiker Jürgen Elsässer eine Konferenz im Leipziger Raum. Ein breites Bündnis entstand auf Initiative von Leipzig nimmt Platz im September 2017 und organisiert die Proteste gegen diese Konferenz, welche bereits vor vier Jahren in Leipzig ihre menschenverachtenden Positionen zur Schau stellten. Nun soll dies wieder geschehen und die Wahlergebnisse der Bundestagswahl zeigen auch deutlich, auf welchen fruchtbaren Boden diese national-völkischen, zum Teil antisemitischen und antifeministischen Inhalte hier in Sachsen fallen. Deswegen ist es von großer Wichtigkeit über diese Zustände aufzuklären und einen genauen Blick auf die Rolle des Magazins “Compact” zu werfen. In der Buchvorstellung “Im Feindbild vereint” wird die Zeitschrift Compact, ihr politisches Umfeld sowie ihr Antisemitismus, der unter anderem auch ihren Antifeminismus einbettet, vorgestellt.
Eintritt: 4,- | 2,- Euro (ermäßigt)

Eine Veranstaltung der Frauenkultur Leipzig e.V.