23. November: Veranstaltung mit Jutta Ditfurth

18:30 Uhr Einlass, 19:00 Beginn Werk II Halle A (Kochstraße 132, 04277 Leipzig)

Anlässlich des dieses Jahr in Leipzig stattfindenden Kongresses des Querfront-Magazins Compact wird die Publizistin Jutta Ditfurth zu Querfront-Strategien der neuen Rechten und deren  Antisemitismus sprechen. Dabei soll es vor allem auch um deren Chefredakteur Jürgen Elsässer gehen, der früher selbst einmal als Stichwortgeber der Linken galt und mit dem sie sich seit 2014 im Rechtsstreit befindet.

Eine Veranstaltung der Antifa Klein-Paris

Zum Stand der Protestplanung

In wenigen Tagen findet die Compact-Konferenz in Leipzig statt. Die schlechte Nachricht zuerst: wir wissen noch nicht wo diese stattfinden wird. Die Organisator*innen halten dies – auch ihren eigenen Besucher*innen gegenüber – geheim. Die gute Nachricht: wir werden die Info zum Veranstaltungsort am Freitag bekommen und dann auch hier veröffentlichen. Für euch heißt dies: sich am Freitag nochmal informieren und mit Freund*innen absprechen.

Auf unserer Homepage findet ihr dann ab Freitag (gegen 17 Uhr):

  • Information zum Veranstaltungsort
  • Aktionskarte

Bisher können wir euch schon folgende Informationskanäle für Samstag nennen:

  • Twitter: www.twitter.com/antifa_le
  • Ticker: aktionsticker.org
  • Hashtags: #le2511 #nocompact
  • Infotelefon (ab 9 Uhr erreichbar): 0171 / 29 60 366
  • Ermittlungsausschuss (EA, ab 9 Uhr erreichbar): 0351 / 89 96 04 56

Am Tag selbst haben wir 9 Uhr eine Kundgebung am kleinen Willy-Brandt-Platz angemeldet. Diese dient als erster Anlaufpunkt. Von dort aus erreichen wir alle in Frage kommenden Veranstaltungsorte.

Die Compact-Konferenz beginnt 12.30 Uhr, Einlass ist ab 11.30 Uhr. Es ist davon auszugehen, dass die Teilnehmenden deutsche Pünktlichkeit walten lassen und zeitig da sein werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass alle Menschen bereits ab 9 Uhr auf der Straße sind. Schließlich wollen wir die Compact-Konferenz stören, erschweren, verhindern!

#Wusstetihrschon? “Aufstand der Sachsen” als Schwerpunkt-Thema der aktuellen Compact

In der aktuellen Ausgabe der Compact gibt es ein Schwerpunkt-Thema – den “Aufstand der Sachsen”. Was damit gemeint ist wird durch einen Blick auf die Autoren und die fort vertretenen Inhalte schnell klar.

Im Interview mit dem CDU-Abgeordneten Alexander Krauß (seit 2004 MdL, seit 2017 MdB) will dieser in Zukunft darüber nachdenken, was man beim Thema Asyl anders machen kann. Er führt weiter aus: “Ich sage ganz klar: 2015 war ein Fehler – als humanitäre Geste gut gemeint, aber dann ein Dammbruch.” Bezüglich des vor kurzem noch in den Jemaika-Verhandlungen strittigen Punktes der Familiennachzugs ist er überzeugt, dass die Union da hart bleiben und sagen müsse “Es gibt keinen Familiennachzug.”

Bert Wawrzinek, ein Dresdener Antiquar, beschreibt die Tradition des Freistaates Sachsen im Bezug auf seperatistische Bestrebungen welchen er sympathisierend gegenübersteht. So kommentiert er die Forderung von Tatjana Festerling von der Pegida-Bühne im Oktober 2015 nach einem Säxit mit folgenden Worten: “Obgleich mehr rhetorische Provokation wurde damit deutlich, dass die Sachsen, die 1989 mit dem Schlachtruf “Wir sind das Volk” Mauer und Diktatur zum Einsturz gebracht hatten, 26 Jahre später selbstbewusst genug waren, jene Mauer symbolisch zurückzufordern, um sich gegen illegale Migration und deren Befürworter zu wappnen. Auch die radikale Linke, die Antifa, forderte damals den “Säxit” – freilich andersrum: Die widerspenstigen Sachsen müssten aus der multikulturell gedachten BRD herausgeworfen werden.”

Prinzipiell versuchten die Beiträge alle an eine vermeintliche “jahrhundertelange rebellische Tradition” anzuknüpfen. Das sich dabei auf reaktionäre Gesellschaftsentwürfen und Rassismus gezogen wird ist kein Versehen sondern Absicht. Solche und ähnliche Positionen werden auch auf der Compact-Konferenz vertreteten und verbreitet. Daher: Compact-Konferenz – stören, erschweren, verhindern!

20./21. November: Infoveranstaltungen zu Compact und den geplanten Gegenprotesten

Was ist eigentlich das Compact-Magazin? Was steckt hinter dem Untertitel “Magazin für Souveränität”? Welche Ideologien werden durch die Zeitschrift verbreitet? Diesen und anderen Fragen wollen wir uns ebenso wie dem aktuellen Stand der Planung der Gegenproteste widmen.

20.11., 19:00 Uhr, Zu Spät (Kippenbergstraße 28, 04317 Leipzig)

21.11., 19:00 Uhr, Interim (Demmeringstraße 32, 04177 Leipzig)

#Wusstetihrschon? Alexander Gauland in der Compact & Höcke auf der Compact-Konferenz

In der aktuellen Ausgabe der Compact ist ein Beitrag von Alexander Gauland enthalten. In diesem geht es v.a. ums konservativ sein. Angeblich hätte die Wirtschaft früher die konservativen Kräfte in der Gesellschaft gebraucht und hat dies aber in der aktuellen Globalisierung nicht mehr nötig. Stattdessen würden Multikulti und Egalität propagiert – klar das Gauland dies negativ bewertet und lieber zurück zu einer ethnisch-homogenen Gemeinschaft möchte, welche es so nie gegeben hat. Sei Kommentar zum deutschen Fußballnationalspieler Jérôme Boateng machte dies bereits in der Vergangenheit deutlich.

In der Compact wird immer wieder ein enger Schulterschluss mit dem rechten Flügel der AfD deutlich, so auch auf der Konferenz: Hier wird zwar nicht Alexander Gauland sprechen, dafür aber Bernd Höcke und Martin Reichhardt (MdB). Letzterer gehört ebenfalls zum völkischen Flügel und setze sich als Wunschkandidat des Landesvorsitzenden Andre Poggenburg (Sachsen-Anhalt) gegen zwei Mitbewerber für den Listenplatz eins der Landesliste zur Bundestagswahl durch. Mit eben diesen Menschen im Bundestag wird sich das gesellschaftliche Klima noch weiter verschärfen und nach rechts verschieben.

Deshalb: Compact-Konferenz – stören, erschweren, verhindern!

#Wusstetihrschon? Martin Sellner auf der Compact-Konferenz

In der aktuellen Ausgabe der Compact ist eine Kolumne von Martin Sellner enthalten. Der Chef der Identitären (Bewegung) Österreich spricht in dieser von einem gesellschaftlichen Klima was sich aufgrund der Vorarbeit “patriotischer Kräfte” radikal geändert hat und nun bei der Nationalratswahl am 15. Oktober in Österreich “geerntet” werden kann. Was er damit meint ist die Vorbereitung der Koalition zwischen ÖVP und FPÖ. Was aus dieser folgen wird sollte klar sein: eine Verschiebung der politischen Themen nach rechts und z.B. die Einschränkung des Asylrechts. Grundlegend geht es Sellner um tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen: “die das Meinungsklima irgendwann schlagartig zum Kippen bringen.”

Sellner wird auf der Compact-Konferenz mit Lutz Bachmann über “die nächsten Aufgaben der außerparlamentarischen Bewegung” diskutieren. Was dabei rauskommt können wir uns denken – rassistische Hetze, völkisches Geschwurbel und viel Narzissmus. Deshalb: Compact-Konferenz – stören, erschweren, verhindern!

Hintergrundinfos zu Martin Sellner gibt es z.B. bei Zeit Campus.

Aktiv gegen Compact: Spaziergang im Leipziger Süden

Wie bereits in der vergangenen Wochen haben wir am heutigen Donnerstag einen Stadtteilspaziergang zum Thema Compact durchgeführt – diesmal im Leipziger Süden. Ziel des Spaziergangs war es mit Ladenbesitzer*innen und Verkäufer*innen ins Gespräch zu kommen. Oftmals wissen diese gar nicht um was für eine Zeitschrift es sich eigentlich handelt. Optimalerweise führt ein solches Gespräch dazu, dass die Zeitschrift nicht mehr verkauft wird.

Ihr habt auch Lust in dieser Form aktiv zu werden? Auf unserer Homepage haben wir einen Leitfaden sowie ein Handout für Ladenbesitzer*innen erstellt, welches gerne genutzt werden kann.

Pressemitteilung 14. November: Aktionsbündnis NoCompact veröffentlich erste Informationen zu Protesten gegen Compact-Konferenz am 25. November

Am 25. November findet in Leipzig die Compact-Konferenz statt. Compact ist ein seit 2010 monatlich erscheinendes Magazin, welches als Querfront-Projekt gestartet wurde und inzwischen als medialer Arm von Pegida über die Alternative für Deutschland (AfD) bis zu den Identitären gilt.

Dazu Steven Hummel, Sprecher vom Aktionsnetzwerk NoCompact: „Auf der Konferenz mit dem Titel „Opposition heißt Widerstand“ spricht die Creme de la Creme der rechten Bewegung: Die AfD-Abgeordneten Björn Höcke und Martin Reichardt, Pegida-Chef Lutz Bachmann, Identitären-Chef Martin Sellner, der rechte Betriebsrat Oliver Hilburger und natürlich der Compact-Chefredakteur Jürgen Elsässer. Das Zusammentreffen dieser Menschenfeinde wollen wir natürlich nicht unkommentiert lassen und rufen dazu auf die Konferenz zu stören, zu erschweren und zu verhindern. Wir sind solidarisch mit allen Menschen, welche unser Anliegen teilen.“

Aktuell ist dem Aktionsbündnis der Ort der Konferenz noch nicht bekannt. Die Organisator*innen rufen daher zu einer zentralen Kundgebung am Hauptbahnhof auf. Dazu Irena Rudolph-Kokot, ebenfalls Sprecherin des Bündnisses: „Wir rufen alle Menschen welche die Compact-Konferenz nicht unwidersprochen stehen lassen wollen dazu auf sich an den Protesten zu beteiligen. Die Auftaktkundgebung beginnt am Samstag dem 25.11. bereits 9 Uhr auf dem kleinen Willy-Brandt-Platz. Diese Kundgebung dient als erster Anlaufpunkt. Sobald weitere Informationen zum Ort der Veranstaltung bekannt sind werden wir diese veröffentlichen um Protest vor Ort zu ermöglichen.“

15. November Vortrag: Die Neue Rechte und Compact

19:00 Uhr, Universität Leipzig, genauer Ort folgt

Im Programm der Compact-Konferenz sind RednerInnen eines breiten Spektrums rechter parlamentarischer und außerparlamentarischer Organisationen angekündigt. Insgesamt ist die gesamte rechte Szene ist in den letzten Jahren deutlich unübersichtlicher geworden. Präsenter sind dabei die sogenannten “Neuen Rechten”, welche mit elitärem Habitus und durch bisher – für rechte Organisationen – ungewöhnliche Aktionen auf sich aufmerksam machen. Auch sind sie nicht immer sofort als Rechte erkennbar. Wir wollen in einem Vortrag erläutern, was und wer eigentlich diese “Neuen Rechten” sind.

Eines der wichtigsten Medien in dieser Szene, aber auch darüber hinaus ist das Compact-Magazin. Diesem wollen wir uns vor dem Hintergrund der bevorstehenden Konferenz nochmal besonders widmen. Welche Inhalte werden in der Zeitschrift transportiert? Wie wirkt sich die Zeitschrift und ihre Veranstaltungen auf die rechte Szene aus? Im Anschluss wird Zeit für Nachfragen und Diskussionen sein.

Eine Veranstaltung von chronik.LE in Kooperation mit dem Referat für Antirassismus des Stura der Universität Leipzig